Neues Forschungsprojekt zur Digitalisierung von Bestandsmaschinen in RetroFit-Anlagen
Forschungsprojekt GreenRetroTwin
Viele Produktionsanlagen sind seit Jahren oder sogar Jahrzehnten im Einsatz, doch ihre Konstruktionsdaten sind häufig unstrukturiert, heterogen oder gar nicht mehr verfügbar. Das erschwert es, bestehende Maschinen in moderne digitale Produktionsumgebungen zu integrieren oder sie im Rahmen von Retrofit-Projekten effizient weiterzuverwenden.
Genau hier setzt das neue Forschungsprojekt GreenRetroTwin an.
Im Rahmen des Projekts wird untersucht, wie generative KI eingesetzt werden kann, um vorhandene, oft unstrukturierte Konstruktions- und Anlagendaten automatisch zu analysieren, zu strukturieren und daraus digitale Modelle zu erzeugen. Diese Modelle sollen anschließend als Grundlage für simulationsfähige digitale Zwillinge dienen.
Ziel von GreenRetroTwin ist es, Lösungen zu entwicklen, um bestehende Produktionsanlagen ohne digitale Abbildung in neue digitale Produktionsumgebungen integrieren zu können. Unternehmen sollen so in die Lage versetzt werden, vorhandene Maschinen effizient weiterzuverwenden, Ressourcen zu sparen und gleichzeitig Kosten zu reduzieren. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren und zukunftsfähigen Produktion.
In der vergangenen Woche trafen sich die Projektpartner zum Kick-off-Meeting, um die Zusammenarbeit offiziell zu starten und die nächsten Schritte für das gemeinsame Forschungsvorhaben zu planen.
Zum Konsortium gehören neben der ISG Industrielle Steuerungstechnik GmbH auch das IPI – Institut für Produktion und Informatik (TTZ Sonthofen), die Grob-Werke GmbH & Co. KG sowie das Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
