Inneneckanwahl (G238) der WRK

Inneneckanwahl bedeutet, dass die WRK an einem Inneneck einer geschlossenen Kontur angewählt werden soll.

Im Zusammenhang mit der Inneneckwahl werden folgende Bezeichnungen verwendet:

Programmierbeispiel

prg_example

Inneneckanwahl (G238) der WRK

Bei einer sternförmigen Kontur soll an einem spitzen Inneneck die WRK angewählt werden.

%musterstern.nc

N1 G74 X1Y2Z3

N2 G17 G00 X0Y0Z0 G90

N4 F10000

(Kontur Darstellung)

N100 G01 X0 Y100

N110 X-20 Y20

N120 X-100 Y0

N130 X-20 Y-20

N140 X0 Y-100

N150 X20 Y-20

N160 X100 Y0

N170 X20 Y20

N180 G01 X0 Y100

N200 G00 X0Y0

( Bahndarstellung )

N210 G238          ( Inneneckanwahl aktiviert )

N220 V.G.WZR = 10  ( Werkzeugradius festlegen )

N230 G41     ( Anwahl der WRK links der Kontur)

N240 G01 X0 Y100   ( Anfahrsatz )

N310 X-20 Y20

N320 X-100 Y0

N330 X-20 Y-20

N340 X0 Y-100

N350 X20 Y-20

N360 X100 Y0

N370 X20 Y20

N380 G01 X0 Y100

N390 G40          ( Abwahl der WRK )

N400 G00 X0Y0

N999 M30

Konturbeispiel bei Inneneckanwahl (G238)
Abb.: Konturbeispiel bei Inneneckanwahl (G238)

Bemerkung:

Der Anwahlbefehl G41 erfolgt am Punkt P1, der Punkt P2 ist der Endpunkt des ersten Linearsatz nach G41 und muss gleichzeitig der Zielpunkt des letzten Bewegungssatzes vor G40 sein.

Die äußere (bzw. blaue) Linie zeigt die programmierte Kontur, die innere (bzw. rote) Linie zeigt den Verlauf des Werkzeuges.

Geschlossene Kontur bedeutet, dass der Endpunkt des letzten Bewegungssatzes vor der Abwahl der WRK und der Endpunkt des Linearsatzes nach der Anwahl identisch sind.

Für den Satzübergang zwischen dem letzten und dem ersten Bewegungssatz der Kontur gibt es weder beim Übergangswinkel noch bei den Satzkombinationen Einschränkungen.

Hinweis

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Nach dem programmierten G40 zur Abwahl der WRK erfolgt beim nachfolgenden Bewegungssatz keine Überwachung auf Konturverletzung.