Geschichte

bis 1987
Das "Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen" (ISW) an der Universität Stuttgart war - zunächst unter Prof. Dr.-Ing. Gottfried Stute und anschließend unter Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr.h.c. Günter Pritschow - an vielen Steuerungsentwicklungen direkt oder indirekt beteiligt. Früh schon erkannte man die Bedeutung von Software-Architekturen und die Notwendigeit zur Standardisierung von Schnittstellen für offene Systeme (DIN 66264-2; 1988; Mehrprozessor-Steuersystem für Arbeitsmaschinen (MPST); Regeln für den Informationsaustausch). Mit dem Wechsel von der Assembler- zur Hochsprachenprogrammierung (Pascal) begann man das steuerungstechnische Wissen in Softwareprojekte zu konservieren. Wartung und Pflege waren jedoch immer schwerer im Einklang mit den Aufgaben eines Hochschulinstitutes zu erledigen. Andererseits sah man, welche Bedeutung bereits existierende Softwareprojekte für die weitere Forschung erreichte.

1987
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr.h.c. Günter Pritschow und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Dieter Scheifele entschließen sich zur Gründung der Firma ISG-Industrielle Steuerungstechnik GmbH. Prof. Pritschow übernimmt als alleiniger Gesellschafter das wirtschaftliche Risko. Er bestellt Dr. Scheifele zum Geschäftsführer. Standort war schon damals die Rosenbergstraße 28, direkt gegenüber des ISW. Dort war die ISG in zwei Räumen der FISW GmbH untergebracht, einem eng mit dem ISW kooperierenden Unternehmen. Anzahl der Mitstreiter in Anfangszeiten: 3.

Ziel dieser Gründung war, an der Hochschule generierte Ideen zu übernehmen, sie schneller in Produktqualität verfügbar zu machen und durch Pflege und Wartung dauerhaft auf einem aktuellen Stand zu halten. Darüber hinaus sollen Dienstleistungen wie Schulungen, Anpassungen und Erweiterungen angeboten werden.
Die ISG soll sich also als „Ideenmakler“ zwischen dem ISW (Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen) der Uni Stuttgart und der Industrie betätigen.
Diese Ziele bestimmen bis heute die Werte der ISG.

Erste Arbeiten konzentrierten sich zunächst auf die Software-Architektur auf Basis der genannten DIN-Norm. Das Ergebnis wurde in dem sog. "ISG-Systemkonzept" festgehalten. Für die Realsierung entschied man sich, die neue Hochsprache "C" einzusetzen. Dafür wurden Softwareerstellungsregeln festgelegt, nach denen heute noch gearbeitet wird. Mit den Partnern der ersten Stunde begann dann die Entwicklung des "ISG-Kernes". 

1989
Bereits im Jahre 1989 wurde auf der Europäischen Werkzeugmaschinenausstellung EMO in Hannover die erste mit ISG-Software gesteuerte Maschine vorgestellt. Der Steuerungs- und Antriebhersteller Fa. AMK, Nürtingen stellte mit dem Maschinenhersteller Technica AG eine 42-achsige Rundtaktmaschine vor. Die Bewegung der einzelnen Stationen wurde mit einer 11-kanaligen CNC-Steuerung koordiniert. 

1995
Erhöhung des Stammkapitals, Gesellschafter sind zu gleichen Teilen Prof. Günter Pritschow und Dr. Dieter Scheifele.

1996
In der Zwischenzeit platzen das EG und 1. OG der Rosenbergstraße 28 mit insgesamt 24 Mitarbeitern und 14 Hilfswissenschaftlern/Praktikanten aus allen Nähten. Als im Nebengebäude die Möglichkeit besteht zusätzlich Räumlichkeiten anzumieten, wird diese Chance genutzt.
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr.h.c. Günter Pritschow wird Rektor der Universität Stuttgart. Mit den Erfahrungen der ISG-Gründung fördert er die erfolgreicheTechnologie-Transfer-Initiative der Universität Stuttgart.

2003
Nach einem ca. 6-monatigen Exil im Boschareal bezieht die ISG die neu gestalteten Büroräume in der Rosenbergstraße 28.

2005
Nachdem die FISW GmbH die Räume im 2. OG der Rosenbergstraße 28 frei gibt, übernimmt die ISG auch diese Räumlichkeiten.

2006/2007
Prof. Dr.-Ing. Alexander Verl wird 2006 als Nachfolger von Prof. Günter Pritschow geschäftsführender Direktor des "Instituts für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen" (ISW) an der Universität Stuttgart und 2007 Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA).
Überzeugt von der durch ISG-Industriellen Steuerungstechnik GmbH unverändert gelebten Gründungsidee und den guten Erfahrungen mit der Zusammenarbeit zwischen ISW und ISG wird Prof. Alexander Verl  Beirat der ISG.

 

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